Montagsgespräch


Was erwarten Besucher/innen einer Kunstausstellung? Möchten sie eine Erklärung bekommen, oder viel lieber die Kunst auf sich wirken lassen? Vermittelt sich zeitgenössische Kunst von alleine oder braucht sie Vermittlung? Ist es wichtig für Besucher/innen die Intention des/der Künstlers/in zu erfahren oder besteht der Reiz der Kunstbetrachtung in der Entwicklung eigener Interpretationen?

Bei den zwei Montagsgesprächen zu der Ausstellung von Susanne M. Winterling wurden u.a. diese Fragen dem Ausstellungspublikum gestellt und gemeinsam diskutiert. Die komplexen Arbeiten der Künstlerin, die neben poetischer und eleganter Ästhetik oft auf konkreten historischen Fakten und Biografien beruhen, waren ein sehr guter Anlass dazu.

Zuerst wurden die Besucher/innen aufgefordert sich die Ausstellung alleine anzuschauen. Im weiteren Verlauf wurde über Eindrücke, persönliche Zugänge und über fehlende Zugänge zu den Kunstwerken gesprochen sowie darüber wie „das Verstehen“ von Kunst mit „dem Erleben“ von Kunst zusammenhängt. Zum Schluss wurde das Gespräch mit Informationen zum Entstehungskontext der Arbeiten ergänzt.