WURZELN HABEN, WURZELN SCHLAGEN

WORKSHOP FÜR ERWACHSENE


Das Kunstvermittlungsprojekt entstand im Rahmen der Ausstellung „Der offene Garten“, deren Ausgangspunkt das Klischee von der so genannten Provinz als Ort des Stillstands und der Geschlossenheit war.

Die Ausstellung erzählte von Sehnsuchtsorten, von Menschen aus der so genannten Provinz und ihren vielfältigen Beziehungen zu fernen Ländern. Sie thematisierte das Aufeinandertreffen unterschiedlicher kultureller Erfahrungen und zeigte Formen der Migration. Diese Themen hat ortsgespräch aufgegriffen und dazu das Projekt Wurzeln haben, Wurzeln schlagen entwickelt.

Es wurden gezielt verschiedene Personengruppen aus Nordhorn eingeladen um über deren unterschiedliche Verwurzelung in der so genannten „Provinz“ bei fortschreitender Globalisierung zu sprechen.

In einer Zeit, die durch zunehmende Kommunikation und erhöhte Flexibilisierung sowie Mobilität geprägt ist, bekommt die Frage nach Verwurzelung und Entwurzelung eine neue Bedeutung. Im Rahmen mehrerer Workshops wurden daher solche Fragen wie: Womit sind sie verwurzelt? Wie stark sind Sie verwurzelt? Wie sehen Ihre "Wurzeln" aus? Was lässt Sie Wurzeln schlagen? etc. gestellt und gestalterisch beantwortet.

Solange es das Wetter zugelassen hat wurde passend zum Ausstellungsthema „Der offene Garten“ im Stadtpark gearbeitet; andere Gruppen trafen sich direkt in der Städtischen Galerie. Dabei entstanden zahlreiche Wurzelobjekte, die die vielfältigen Verbindungen der Menschen mit Nordhorn und der Welt widerspiegeln.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Hauswirtschaftlich Berufsbildenden Schule, dem VHS Seniorengesprächskreis, der Integrationsberatung des Diakonischen Werkes, dem Verein Lingua Portuguesa und dem Vechte Stift sowie mit weiteren interessierten Nordhorner(inne)n durchgeführt.

DA WO SICH FUCHS UND HASE...

...GUTE NACHT SAGEN, BRUMMT DER BÄR


Eine Erkundungstour auf Fahrrädern durch Nordhorn auf der Suche nach Orten wo sich „große weite Welt“ und „Provinz“ begegnen.

Angelehnt war die Tour an die derzeitige Ausstellung in der Städtischen Galerie Nordhorn „Der Offene Garten“, die sich mit den stereotypischen Bildern und Vorstellungen von der so genannten Provinz als Ort des Stillstands und der Geschlossenheit beschäftigt.

Hinzu geholt wurde neben dem Leiter des Stadtmuseums Werner Straukamp die langjährige Betriebsrätin in der weltweit bekannten Textilfirma NINO Maria da Palma und Marlis Engels, die Gründerin und ehemalige Leiterin des Jugendzentrums Scheune, dem wohl ältesten Jugendzentrum in Niedersachsen, wo bereits seit den frühen 70er Jahren der Bär brummt und tanzt.

Über mehrere Stationen endete die Tour im Hotel Bonke, einem alt eingesessenen Nordhorner Familienbetrieb in dem bis heute viel gefeiert, organisiert, diskutiert und Politik gemacht wird.