SpielRaum


Michele Di Menna
Tamara Grcic
Benedikt Hipp
Katharina Jahnke
Franziska Metzger
Barbara Probst

 

13. JUNI BIS 9. AUGUST 2015

 

ERÖFFNUNG: FREITAG, 12. JUNI, 19 UHR

Mit einer Gruppenausstellung blickt die Städtische Galerie Nordhorn in jene Bühnenräume, in welchen sich tatsächliche, erzählte und imaginäre Handlungen abspielen oder abspielen könnten. Die Konzeption des künstlerischen Bildes als Fenster zu einem virtuellen Erzählraum hatte seit der frühen Neuzeit für mehr als vier Jahrhunderte die Malerei bestimmt. Als im 19. Jahrhundert zunächst das Theater und dann im 20. Jahrhundert der Film zu visuellen Leitmedien ihrer Zeit aufstiegen, begann diese Bildauffassung sich zu lockern und zu öffnen. Spätestens seit den 1960er Jahren verknüpfen sich mit dem so entstandenen erweiterten Kunstbegriff auch wachsende Erwartungen hinsichtlich gesellschaftlicher Relevanz von Werk und künstlerischem Handeln.

Bildende Kunst, Theater und Film beziehen sich heute nicht nur thematisch, sondern auch formal in vielfältiger Weise aufeinander, und künstlerische Bilder enthalten ganz selbstverständlich Elemente aus den jeweils anderen Gattungen. Konzepte von Malerei und von Skulptur überwinden die Grenzen zum umgebenden Raum und schließen den Kontext und schließlich sogar die Betrachter mit ein. Das hat auch entscheidende Konsequenzen für das Medium Ausstellung selbst mit sich gebracht, wo es längst nicht mehr nur um Räume für Kunstwerke geht, sondern gerade auch um vielschichtige Reflexionen über die Beziehung zwischen Gesellschaft und Bildern sowie um den Anstoß von Prozessen, die weit über den Ausstellungskontext hinausgehen.

Die Ausstellung bringt dem Thema entsprechend sehr verschiedene künstlerische Medien und Arbeitsweisen zusammen, von klassischen Bildformen, wie Malerei und Zeichnung, über Fotografie und Video bis zu Rauminstallationen und Performance. Insgesamt entsteht auf diese Weise in der Städtischen Galerie Nordhorn ein Zusammenspiel sehr eigenwilliger künstlerischer Persönlichkeiten, die einen vielgestaltigen Raum erzählerischer Möglichkeiten schaffen.