KUNSTPREIS DER STADT NORDHORN 2012

BENJAMIN BERGMANN
8. DEZEMBER BIS 10. FEBRUAR


ZUR ERÖFFNUNG AM FREITAG, DEM 7. DEZEMBER 2012, UM 19:30 UHR LADEN WIR SIE UND IHRE FREUNDE HERZLICH EIN.


BEGRÜßUNG UND EINFÜHRUNG:

VERONIKA OLBRICH, LEITERIN DER STÄDTISCHEN GALERIE NORDHORN

DR. GERD KELLERSMANN, VORSITZENDER DES FÖRDERKREISES DER STÄDTISCHEN GALERIE NORDHORN


PREISVERLEIHUNG:

THOMAS BERLING, BÜRGERMEISTER DER STADT NORDHORN


LAUDATIO:

FRANK MOTZ, LEITER DER ACC GALERIE FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST WEIMAR


Der diesjährige Kunstpreis der Stadt Nordhorn wird an den in München lebenden Künstler Benjamin Bergmann (*1968) verliehen. Der Kunstpreis der Stadt Nordhorn wird jährlich verliehen. Dazu werden drei Ausstellungsmacher oder Kritiker eingeladen, zwei Vorschläge zu machen, über die anschließend vom Kulturausschuss der Stadt Nordhorn, dem Förderkreis der Städtischen Galerie Nordhorn und der Kulturfachbereichsleiterin abgestimmt wird. Benjamin Bergmann absolvierte zunächst eine Lehre zum Holzbildhauer. Während seines Akademiestudiums in München arbeitete er eng mit Performancegruppen zusammen, für die er multimediale Aktionsräume entwarf. Die ab 2001 entstandenen und zumeist raumgreifenden Werke von Benjamin Bergmann stehen in der Tradition gebauter Traumwelten. In ihnen verbinden sich die Materialcollagen der klassischen Moderne mit Elementen des amerikanischen Environments.

Für seine Ausstellung in der Städtischen Galerie Nordhorn entwickelt Bergmann eine überraschende und gleichermaßen hintersinnige Zusammenstellung teilweise neu geschaffener, performativer und multimedialer Skulpturen. Themen seiner Arbeiten sind die Sehnsüchte, Träume, Ängste und Hoffnungen, die sich im Kreislauf des Lebens stets wiederholen. Mit ausgeprägtem Sinn für das Bühnenhafte und Spektakuläre, das immer auch mit Misserfolg und Scheitern in Verbindung steht, schafft er Bilder von Momenten, die unser Leben in seiner ganzen Widersprüchlichkeit und Gegensätzlichkeit widerspiegeln. In der Ausstellungssituation wirken seine Arbeiten wie ein Instrumentarium, bereitgestellt zum Erforschen des Geheimnisvollen und Rätselhaften, voller Schalk und dem bewussten Nicht-Wissen über den Ausgang des Experiments. Das Abgeschlossene, Ewigwährende und Perfekte ist ihm suspekt – er bevorzugt eine Bühne, die Geschichten mit offenem Ausgang erzählt.

Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. in der Pinakothek der Moderne (2008/2012) und dem Marta Herford (2012), setzte Benjamin Bergmann diverse Projekte im öffentlichen Raum um, u.a. „Never Ever“, München (2012), „Heckenbrunnen“, Kunstfestspiele Herrenhausen (2011), „Beben“, Museumsplatz der Städtischen Galerie im Lenbachhaus (2006), „Theatrum Sacrum“, Schauspiel Frankfurt (2005). 2011 wurde er als „Artist of the Year“ der VHV-Versicherungsgruppe Hannover ausgezeichnet.

„Das Schöne an der Absurdität ist für mich die Nachhaltigkeit der Verwirrung. Irgendwann ertappt man sich bei dem Gedanken, ob nicht das Absurde doch mehr von der Wirklichkeit haben könnte als diese selbst.“ (Benjamin Bergmann)